Rückblicke


Ritter Trenk up Platt                                       ritter trenk op platt      IMG 8551  

Wat mooket me met 300 €, dä me von'e Spoarkassenstiftunge Neddersassen for'n ssülmest jedreheten klaanen plattdüütschen Film 'ekreejen het?
Richtich! Me cheiht in't Kino un gucket ssek en andern plattdüütschen Film an!

Ssaa jescheih'n an'n 6. März 2019, as dä Heinrich-Christian-Burckhardt-Schaule ut Oalessen met 50 Schaulkinderen noah Chöttingen in'n Lumière-Kino was, ümme ssek dän Film: "Ritter Trenk up Platt" annetaugucken. Et het allen veele Spoaß 'emooket!

Dat Cheld harre dä Schaule as Preis for'n Wettstriet in'n ostfäälschen Platt: "Schorse spräket Platt" lesdet Joahr 'ewunnen. Doamee woorn dä Kinokoarten und oak dä Boahnfoahrt von Oalessen noah Chöttingen betoahlt.


ASH-Frühjahrstagung 2019     Werner 1     Elke 1     Harry un Angelika 1

Die Fachgruppe Plattdeutsche Sprache und Literatur der Arbeitsgemeinschaft Südniedersächsische Heimatforschung e.V. hatte am Samstag, den 16. Februar 2019 in der Zeit von 10.00 Uhr – 14.00 Uhr ihr Frühjahrstreffen beim Präsidenten der ‚Eichsfelder Frünne‘, Werner Grobecker, in Gieboldehausen. Im Pfarrzentrum der St. Laurentiusgemeinde wurde mit dem Andachtsteam der ‚Kerke underwejens‘ mit einer Andacht begonnen. Mit dem Thema `Vom Frühling in den Sommer – und die Schöpfung blüht auf‘ ist das Team bis zum 16. Juni in vielen Kirchen und Kapellen unterwegs. In Gieboldehausen war Premiere mit eigens dafür von Werner Grobecker erstellten Liederzetteln. Musikalisch unterstützt wurde die Andacht vom Organisten Herrn Macke aus Gillersheim am Keyboard.

Zum Auftakt des Treffens mit:“ Watt man in aaner Bütt so allet ssejen draff‘ spielten die ‚Tokkebuils‘ Willi Fraatz und Dieter Engelhardt auf und brachten die ‚Plattduitschen‘ in Schwung. Launige Grußworte und Informationen hörten die Anwesenden dann vom Gastgeber Werner Grobecker, dem stellvertretenden Bürgermeister in Gieboldehausen, Herrn Laake, von der Landesschulbehörde Annette Rummenhohl und Andreas Kompart als Vertreter der Beauftragten der Landkreise sowie vom Plattdeutsch Forum Südniedersachsen e.V. Albert Behrens als derzeitiger Vorsitzender.

Zwischendurch meldete sich Lydia Langenhohl aus Seulingen im brillanten Kostüm zu Wort mit eigenen Erlebnissen in Reimform und aus Schwiegershausen Anneliese Grobecker mit Erfahrungen im Familienkreise, wenn es Plattdeutsch betrifft.

Von Gerda Mickan erstellte Liedermappen zur Fastnacht bzw. Karneval luden dann zwischen den Wortbeiträgen zum Singen und Schunkeln ein. Belohnt wurden die Beiträge immer anstelle mit Helau und Alaaf mit der Aufschrift auf der Bütt ‚Hahle Buntau‘.

Den Reigen der plattdeutschen Beiträge eröffnete Elke Hartje aus Höckelheim als Kööksche mit dem richtigen Verhalten zu Lebensmitteln mit Verfallsdatum. Als Noabarsche verkleidet in toller Haartracht, gefedert und bebrillt berichteten Angelika Gießke aus Gr. Schneen und Harry Arnemann aus Wahmbeck von der Weser vom neuesten Tratsch. Von der Fachgruppe der ASH wurden die Anwesenden dann von Adolf Schmidt aus Gillersheim mit launigen Geschichten amüsiert.

Adolf Schmidt 1   Weimar 1   Ernst 1    Gottesdienst 1

Danach kam es zum Zwiegespräch – natürlich ‚op Platt‘ zwischen Wilfried Grabes und Gerda Mickan von den ‚Plattduitschen Frünnen aus Frielse(Fredelsloh) als Reisende nach Weimar. Begleitet von seinem eigenen Tokkebuil hat Ernst Schrader aus Geismar dann die Karnevalisten unterhalten. Willi Koch aus Hilkerode hat danach von den Plänen zur Silberhochzeit und von einem interessanten Sofa-Kauf erzählt.

Unterbrochen wurden die Vorträge dann zwischen 13.00 und 14.00 Uhr mit einem deftigen Mittagessen. Es konnte im Vorfeld Bregenwurst mit Braun- oder Grünkohl oder auch Roulade mit Rotkohl bestellt werden. Elisabeth Grobecker – die Ehefrau des Präsidenten – hat dann alle noch mit leckerem Dessert und Kuchen überrascht.

Die Vorträge fortgesetzt hat dann Albert Behrens aus Sülbeck als Pechvogel Heini mit Stolpereien iut seinem Lebenslauf: Datt wolle ek nich – datt mosste ek…. Auch Harry Arnemann brachte sich nochmal mit einigen Geschichten zum Schmunzeln ein; vom Schäfer, der die genaue Uhrzeit wusste, vom geplatzten Sack beim Ferkel-Kauf und vom neuerlichen Senioren-Langlauf, bedingt durch die Schließung der vielen Bank-Filialen. Nach der Melodie vom Holzmichel ermunterte Werner Grobecker dann die Karnevalsgesellschaft nochmal zum Mitsingen und stellte den alten ‚Brackemann‘ dabei vor.

Das Treffen endete mit Rosen und einem herzlichen Dankeschön an die guten Geister, die in der Vor- und Nachbereitung, bei der Essensausgabe und mit Kaffee, Tee usw. für eine optimale Versorgung der Gäste sorgten.

Einige Teilnehmer machten sich im Anschluss dann noch mit Werner Grobecker zu einer Führung durch den Flecken Gieboldehausen auf.

Gerda Mickan


Januar 2019:

Zum Gedenken an Heinrich Rakebrandt

Heinrich Rakebrandt hat in seinem Leben in mehrerer Hinsicht sehr viel erlebt. Schon in den 90er Jahren setzte er sich für den Erhalt der plattdeutschen Sprache ein. Gerda Mickan berichtete, dass er schon damals Andachten in plattdeutscher Sprache mitgestaltete.

Er war regelmäßiger Teilnehmer an den Treffen, die von der Fachgruppe Plattdeutsche Sprache und Literatur der Arbeitsgemeinschaft Südniedersächsische Heimatforschung e.V. initiiert wurden. 2003 war Heinrich Rakebrandt bei der Gründung des Plattdeutsch Clubs Wolbrechtshausen schon einer der ältestes Teilnehmer. Beim 10jährigen Bestehen des Clubs 2013 erhielt er aus der Hand des damaligen Landrates Michael Wiegmann eine Ehrenurkunde des Landkreises überreicht.

An seinem 90. Geburtstag ehrte ihn der Plattdeutsch Club Wolbrechtshausen, in dem er zum ersten Ehrenpräsident ernannt wurde. Bei der Weihnachtsfeier 2017 war Heinrich Rakebrandt noch zugegen. Für jede Begebenheit hatte er den richtigen Spruch oder Ratschlag. Seinen 95. Geburtstag 2017 feierte er noch im Hause seiner Kinder in Espol. Dort erhielt er von seinen plattdeutschen Freunden einen Ständchen mit Begleitung der Tokkebuils (Willi Fraatz und Dieter Engelhardt).

Als es ihm mit über 95 Jahren körperlich nicht mehr so gut ging, bezog er in der Seniorenwohnanlage Moringen ein Zimmer. Dort wurde ihm der Aufenthalt auch noch zweimal von den Tokkebuils und dem Plattdeutsch Club Wolbrechtshausen mit einem bunten Nachmittag versüßt.

Gut ging es uns, als wir Heinrich Rakebrandt mit einem Lied „De Sunne is underchoan“, welches er selbst ins Plattdeutsche übersetzt hat, auf seinem letzten irdischen Weg begleiten durften. Für uns ist Heinrich Rakebrandt ein „Großer“.

Der Plattdeutsch Club Wolbrechtshausen

Anzeige-Heinrich-Rakebrandt.pdf


 Vatell moal up Platt!     21.09.18 Mehrgenerationenhaus Groß Schneen 1 28.09.18 Hof Behrens Sülbeck 1

...was in'n Septembere 2018 weer dat Motto von usen fief plattdüütschen Vatellcafés, düttmoa in Chroat Ssnaan, Höckeln, Barterooe, Arften un Sülbke - un et hät ösek - wie dat Joahr doavor oak - weer derwe Spoaß 'emooket!

Nümmt me noch dä plattdüütschen ökomenischen Chottesdienst upp'm Heuherbarje bee Wollbrandshusen doatau un dä plattdüütschen Veranstaltunge in Hardegsen inne Schaule un in Schlarpe in'n Dörpjemeindschaftshuse, wo et enne plattdüütsche "Musikalische Zeitreise" chaff, denn wöör'n insjesamt mehr as wie 480 junge un oale Lüjje bee use Aktion "Freedach is Plattdach" doabee - un dat hee aleene bee ösek in Südnedderssassen!

Düsset Joahr ssall et weer ssau ssien. Un wenn et denn het: "Vatell moa upp Platt!", denn ssünd Jee chanz jewiss woll oak moa - oder all weer - doabee!


Südniedersachsentage am 15. und 16. September 2018 in Waake:

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Chroatet Interesse an usen ostfäälschen Platt!

„Verstehen kann ich es ja, aber sprechen kann ich es nicht.“ Düssen Utspruch konnen wee von dä mehrsten Lüje hör’n, dä an usen Stand in Woake keimen – un doavon chaff et wirklich jede Menge!

Wee wör’n owerwälticht, denn ssau veele Minschen interesseerten ssek for use ostfäälschet Platt un hörten ösek uppmerkssoam tau, wenn wee ssei wat upp Platt vartellten.

Joo – un ssaa manch aaner brochte denn oak ssiene Tunge weer in Chang un konne upp aanmoa doch ssülmest Platt spreeken. En jungen Mann ut Hemmeln hät ösek ssaachoar en plattdüütschet Jedichte vor’edrooren!

Wie me upp dän aan’ Bille sseihn kann, hoot ösek oak MdB Thomas Oppermann un Landrat Bernhard Reuter bessocht.

Allen, dä wee an’n Stand von’n usen Plattdüütsch Forum wör’n, hät et chanz veele Spoaß e’mooket! Un ssolle ssaa enne Utstellunge moa weer ssien, denn ssünd wee bestimmt oak weer doabee.

Elke und Hartmut Hartje (Höckelheim), Andreas Kompart (Adelebsen), Godi Hesse, Karl-Heinz Pieper, Angelika Gießke, Annegret Bielefeld (Groß Schneen) Heidrun Hengst und Adolf Schmidt (Gillersheim)


Schorse spräket Platt                                                 
Ein Wettbewerb für Niederdeutsch

Die meisten Gewinner des "Wettstriets for dat ostfäälsche Platt 2018", organisiert und durchgeführt von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung sowie der Landesschulbehörde, kamen aus unserer Region: Von insgesamt sechs Preisen gingen fünf an Schulen in Südniedersachsen. Das war ein voller Erfolg und wir gratulieren von Herzen!

Wir möchten uns aber auch bei allen anderen Schulen, deren Schülerinnen und Schülern sowie den weiteren Akteuren in den Vereinen bedanken, dass sie bei diesem Wettbewerb mitgemacht und damit sehr zur Wiederbelebung unserer ostfälischen Sprache beigetragen haben.

Herzlichen Dank! Herr Schormann von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung nahm persönlich die Preisverleihungen an den jeweiligen Schulen vor.