Aktuelles


"Schorse spräket Platt"
Wettbewerb für Kinder und Jugendliche zum ostfälischen Platt neu ausgeschrieben!

Liebe plattdeutschinteressierte Schulen und Plattdeutschfreunde!

Der Wettbewerb „Schorse spräket Platt“ (Schorse spricht Platt) der Niedersächsischen Sparkassenstiftung in Kooperation mit den Regionalen Landesämtern für Schule und Bildung in Niedersachsen startet in eine neue Runde.

Dieser „Wettstriet for ostfäälschet Platt“ soll die Aufmerksamkeit auf den ostfälischen Dialekt des Niederdeutschen lenken, der noch heute zwischen Bückeburg und Helmstedt, von Hann. Münden bis in die südliche Lüneburger Heide gesprochen wird.

Mooke dek up’n Wech un entdecke dat ostfäälsche Platt!

„Mach dich auf den Weg und entdecke das ostfälische Platt!“ Damit lädt Schorse, das Maskottchen des Wettbewerbs, Kinder und Jugendliche ein – egal ob einzeln, in Gruppen, als Klassen oder Vereine –, das ostfälische Platt für sich zu entdecken und mit viel Fantasie am Wettbewerb teilzunehmen.

In welcher Form Wettbewerbsbeiträge eingereicht werden, ist bewusst offengehalten. Filme, Interviews, Hörspiele, Dokumentationen, Geschichten, Theaterszenen etc.: Nahezu alles ist möglich – Hauptsache es ist in ostfälischem Platt!

Ziel ist es, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das regionaltypische Platt in ihrem Lebensumfeld aufspüren, selbst ausprobieren und so ihre Nähe und Verbundenheit mit den Menschen in ihrer Region ausdrücken.

Die Gewinner des Wettbewerbs, die von einer Jury ausgewählt werden, erhalten Preise von bis zu 300 Euro.
Einsendeschluss ist Freitag, der 3. Juni 2022.

Organisiert wird „Schorse spräket Platt “ von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und den Regionalen Landesämtern für Schule und Bildung. Die Niedersächsische Sparkassenstiftung engagiert sich gemeinsam mit den regionalen Sparkassen neben dem Schorse-Wettbewerb mit dem Plattdeutschen Lesewettbewerb für den Erhalt der niederdeutschen Sprache. Die Regionalen Landesämter für Schule und Bildung unterstützen zudem die Arbeit der Schulen im Bereich der Regionalsprache durch ein Berater-Netzwerk sowie durch Anrechnungsstunden.

Weitere Informationen finden Sie unter www.nsks.de/schorse

Die offizielle Pressemitteilung der Niedersächsischen Sparkassenstiftung lässt sich hier nachlesen:
PM-2022-02-04_Auslobung_Schorse.pdf

Dies sind die Teilnahmebedingungen: Schorse_2022_Teilnahmebedingungen.pdf

Plattdüütsche Chrüße
Annette Rummenhohl
 
Schorse_2022_Plakat_pdf.png

Ortsdialekte unserer Region

Liebe Plattdeutschsprecherin, lieber Plattdeutschsprecher,
vielleicht kennen Sie mich noch von den letzten Sitzungen des Plattdeutschforums und von Rolf Gruschinski. Ich bin Linguist an der Universität Göttingen und forsche seit mehr als drei Jahren zu den Ortsdialekten unserer Region. In dem Korpus, an dem ich arbeite, sind nicht nur ostfälische Dialekte enthalten, sondern auch westfälische, thüringische und nordhessische. Mittlerweile sind mehr als 115 Orte vertreten, aus denen ich eine Übersetzung durch Plattdeutsch- und Dialektsprecher erhalten habe. Viele dieser Dialekte werden mit der kommenden Generation leider verschwunden sein.

Ich mache dieses Projekt über die Übersetzung eines Fragebogens mit 38 einfachen Sätzen. Da diese immer gleich bleiben, können so verschiedene Orte miteinander verglichen werden und hierzu geforscht werden.

 Fragebogen_Mitteldeutschlands.pdf

Daher möchte ich Sie gerne fragen, ob Sie für Ihren ostfälischen Ortsdialekt auch eine  Übersetzung vornehmen möchten? Ich würde mich sehr freuen! Geben Sie dazu bitte den Ort an, dessen Dialekt Sie sprechen (bzw. ausgemacht Sie stammen).

Veele Grüße ut Lutterbarje schicket Melvin Pötzsch
Sprachwissenschaftliches Seminar Georg-August-Universität Göttingen

Tel.: 05543 4374
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Uuse digitoalet Woorebauk

Dä Bruunswiegsche Landschaft hät doamee anne`fongen un dä Südneddersächsische Landschaft hät sseck 2019 inne`klinket: aan Ostfälischet Onleinwoorebauk. (Doo klickest aan Hoachdütschet Woort an un kannst deck dat Plattdüütsche Woort in`ne Audiodatei anhöär`n).

Bee össeck is dä ASH dä Projektdräjer. Dat erste Projektdreepen hee fund an`n 27. Feweroar 2020 inne Jeschäftssstee von uusen Landschaftsverbanne sstatt. ASH, PdF, Leuje von Bruunswieg un dä Landschaftsmeekens Annikoa Jühne un Annoa Lamprecht wörn doabee. In`n Novembere 2020 ssinn dä PdF-Leuje oweraane koom`n, dat wee twaa Ssproakvariantens bearbaan wüllt, nämlick „GÖ“ un „NOM“.

Von Dezembere 2020 bet 22.März 2021 hoot Rolf Gruschinki un Ernst Schroader an`n Telefone unjefähr fiefduusend Woore uut dä urssprünglicken Liste uutssorteert, dä wee nich insspreeken woll`n (for uuse Cheejend nich relevant or duwwelt – jemoppelt). In draa Video-Konferenzen (25. Jan., 25. Febr., 26. März 2021) hoot wee össeck met Herrn Ssodalbers affe`sprooken, dä dat chanze Warkes in`n Computer packen deut.

 Bild 6 2Bild 3 2Bild 9 2Bild 6 3Bild 13 2Bild 4 2Bild 12 2Bild 14 2Bild 5 2Bild 11 3Harry Arnemann 2Schwiegershausen 2

Dä aanzelnen Bauksstoaben woorn up dä Meemookers vardäält. Ssaa mossten öhre Woore ankucken un for dat lootere Insspreeken markier`n. Allääne von`n PdF wörn dat dertaan Leuje! Aan Tropp for GÖ, aan Tropp for NOM. Dütt fong an`n 29. März an un tooch sseck henn bet Sseptembere 2021.
Met Insspreeken ching et an`n 21. Aprile loas bet noah`n 8. Novembere 2021. Andreas Hillebrandt von`n Sstadtroadio Chötting`n was met ssien`n Mikrofone mehrstendääls bee dän aanzelnen Leujen, aanije wörn ock bee öhne in`n Tonsstudio. (BILDER) . An`n dertaanten Dezembere 2021 was noch moal dä veerte Video – Konferenz. Andreas mosste denn allet „hoachloaen“ un aff noah öhne Ssodalbers hen. Ssau köönt wee boale doarupp tauchriepen.

Dütt Warkes woord uppe`schreem`n von Schroa`rs Ernst in'n März 2022


 Äsop up Platt
"Der klingende Sprachatlas" - ein digitales Projekt der Université d'ìnformatique d'Orsay/Paris in mit der Universität Oldenburg
 
Linguisten in Frankreich haben eine  digitale Landkarte erstellt - mit Tondateien von Menschen unterschiedlichster Herkunft, in denen sie in ihrer jeweils eigenen Regional- oder Minderheitensprache immer dieselbe Fabel von Äsop vorlesen: https://atlas.limsi.fr
 
Das 'Plattdüütskbüro van de Oostfreeske Landskupp' hat nun gemeinsam mit der Universität Oldenburg die Initiative ergriffen, auch für ganz Niedersachsen 'originale' Tonaufnahmen zu erstellen, damit Niedersachsen eine eigene Sprachen-Landkarte bekommen kann.
 
Dazu suchen wir auch in unserem Sprachgebiet des ostfälischen Platts Muttersprachler*innen, die bereit sind, sich an diesem Projekt zu beteiligen, indem sie die Fabel von Äsop in ihre Sprache übertragen, aufschreiben und vorlesen. Wer daran Interesse hat, melde sich bitte per E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
Hier ist der in die eigene ortsgebundene niederdeutsche Mundart zu übertragende Text:
 
Nordwind und Sonne
Einst stritten sich Nordwind und Sonne, wer von ihnen beiden wohl der Stärkere wäre, als ein
Wanderer, der in einen warmen Mantel gehüllt war, des Weges daherkam. Sie wurden einig, dass
derjenige für den Stärkeren gelten sollte, der den Wanderer zwingen würde, seinen Mantel
abzunehmen. Der Nordwind blies mit aller Macht, aber je mehr er blies, desto fester hüllte sich der
Wanderer in seinen Mantel ein. Endlich gab der Nordwind den Kampf auf. Nun erwärmte die Sonne
die Luft mit ihren freundlichen Strahlen, und schon nach wenigen Augenblicken zog der Wanderer
seinen Mantel aus. Da musste der Nordwind zugeben, dass die Sonne von ihnen beiden der
Stärkere war.

Diese hochdeutsche Vorlage kann sowohl textnah als auch etwas freier übersetzt werden. Es ist also möglich, einen eher sprechsprachlichen Stil zu verwenden, der dem Plattdeutschen mehr entspricht.

Einige Textbeispiele aus verschiedenen Orten Südniedersachsens lassen sich hier auf unserer Seite schon unter dem Menupunkt "Jeschichten, Ereichnisse, Maanunge ..." nachlesen.


Tro dek wat - spreeke Platt!

Am 8. Januar waren die Kinder der Klasse 4a der Grundschule Adelebsen zusammen mit ihrer Lehrerin Annette Rummenhohl im Radio.
 
Ilka Brüggemann hat in ihrer Sendung Düt un dat up Platt auf NDR 1 Radio Niedersachsen am 8. Januar einen Beitrag über sie gesendet.
Als Podcast ist diese Sendung nun in Gänze nachzuhören:
 
 
Von Minute 9 bis etwa Minute 13 geht es darin um das Adelebser Musik-Video in plattdeutscher Sprache, das in intensiver Arbeit zusammen mit dem Musik- und Videoproduzenten Patryk Pochopien im letzten Sommer entstanden ist.
 
Hört es Euch an und guckt es Euch hier auch noch einmal an: Tro dek wat, spreeke Platt!



Claas op Reisen

"Claas op Reisen" - vun Heidrun Schlieker: Dütt schöne Wiehnachtsbilderbauk for use Klaanen wolle Annette Rummenhohl ut Oalessen eijentlich in usen ostfäälschen Platt in'n Kinderchoarn vorlesen un oak'n betten doatau speelen. Doch weil dat in'n Momang wejen Corona moa weer nich ssien draff, hät ssei dat Chanze uppenohmen.  Ssaa hoot wee Chroaten wennichstens oak wat doavon. Hört un sseiht jök dat moa an, is chaut 'ewoorn!

 Alle Requisiten, Wiehnachtsmann, Peerd, Slejen un ssaa wejer hät Cathrin Stemme, oak ut Oalessen, häkelt. Von Harten Dank!

Das Buch "Claas op Reisen" von Heidrun Schlieker ist im Wachholtz Verlag erschienen (ISBN 978-3-529-04778-7), in der Edition Fersgilde.
Mehr von der Autorin, die viele weitere Kinderbücher auf Platt geschrieben hat, lässt sich auf ihrer Internetseite www.hschlieker.de in Erfahrung bringen.


80 Brocken Leben               80 Brocken up Platt              80 Brocken auf Hochdeutsch
 

Für Pastor Dirk Grundmann war es eine große Überraschung, als ihm sein Buch „80 Brocken Leben“ (veröffentlicht in 2020) im Herbst 2021 auf Plattdeutsch (das sog. Ostfälische Platt) überreicht wurde. Die „Übersetzung“ war eine Idee von Rolf Gruschinski (Friedland; Dorfmoderator in Klein Schneen), Wilfried Grabes (Northeim) und Ernst Schrader (Göttingen).

Die 80 Texte sind inhaltlich ebenso deutlich, wie auch persönlich und humorvoll geschrieben. Sie spiegeln unseren Alltag wider, aber mit einem Blick auf die größeren Verbindungslinien, in denen sich unser Leben abspielt. Etliche Texte haben einen Bezug zum christlichen Glauben. Regionalbischof i.R. Eckhard Gorka schrieb über die 80 Lebensbrocken: „Sie treffen den wesentlichen Kern und kommen dabei doch so angenehm leichtfüßig daher. Ich bin von diesem Buch sehr angetan“.

Die plattdeutsche und die hochdeutsche Version werden für je 10 € angeboten, beide Bücher zusammen für 15 €.

Erhältlich in Göttingen der Geschäftsstelle des Göttinger Tageblatts in der Wiesenstraße 1, im Printshop Iduna-Zentrum, beim Juwelier Röthemeyer in der Johannisstraße, in Kempis Kiosk in Geismar, in der Goldschmiede Hettenhausen in Treuenhagen, bei Ernst Schrader in Geismar in der Unteren Dorfstraße 3, beimTreffpunkt Andreas in Grone,
in Duderstadt in der Geschäftsstelle des Eichsfelder Tageblattes in der Marktstraße 1,
in Nörten-Hardenberg in der Geschäftsstelle der Kreissparkasse Northeim,
in Friedland im Museum Friedland,
in Klein Schneen beim Hausarzt Schmitt
oder portofrei bestellbar per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Plattdeutsch ist ein Kulturgut                                    Plattcasts Bhren 

Die Plattdeutsch- Gruppe Bühren möchte die alte Sprache bewahren. Seit 2017 wird in der Plattdeutsch- Gruppe Bühren das ostfälische Platt gepflegt und
gesprochen. Damit wollen die Bührener einen Beitrag zum Erhalt dieser alten Sprache leisten. Plattdeutsch ist im Wesentlichen eine „Erzählsprache“, deren
Sinnhaftigkeit nicht nur durch die Wortwahl, sondern ganz entscheidend vom Tonfall geprägt wird. Wenn auch das Plattdeutsche als Umgangssprache weitgehend ausgedient hat, ist es doch ein Stück Kulturgut, das es zu erhalten und zu pflegen gilt.

Aus dieser Überlegung heraus haben die Bührener das Projekt: Erzähl uns Deine Geschichte upp Platt, ins Leben gerufen. Mitglieder der Plattdeutsch- Gruppe erzählen dazu kleine, lustige Kurzgeschichten upp Platt, die als Sprachdateien aufgenommen wurden und in Podcasts -Plattcasts hörbar sind. Auf der Bührener Homepage www. Buehren.de findet man unter Kultur & Heimat und Bührener Platt den Link zu den Plattcasts:
http://www.buehren.de/seite/331561/b%C3%BChrener-platt.html


Kulturpfad Bühren - up Platt

Das über 1000-jährige Bühren mit seinen ca. 580 Einwohnern ist seit der Gebietsreform 1973 die kleinste eigenständige Gemeinde der Samtgemeinde Dransfeld. Eine vielfältige und abwechslungsreiche Landschaft zählt zu den großen Reichtümern der Region. Einzigartig hierbei ist die Verbindung Landschaft, Kultur und Geschichte, welche letztlich 1959 zur Gründung des Naturparks Münden führte. Die Region hat sich dadurch ihre Ursprünglichkeit bewahrt, die man andernorts nicht mehr oft findet.

Aus dieser Überlegung heraus kamen engagierte Dorfbewohner auf die Idee, den Kulturpfad Bühren zu entwickeln. Ziel ist es, die natur- und kulturhistorisch bedeutsamen Objekte in und um Bühren auf einem Rundweg mit unterschiedlichen Stationen ins Bewusstsein seiner Besucher zu bringen.

Sie finden dort Hinweistafeln, die Sie mit interessanten Informationen versorgen, oder starten Sie die entsprechende Audioinformation - und die gibt es nun auch auf Platt!

Hier ein Ausschnitt:   "In usen Dörpe klappern freuher feuf Mühl'n ..."

Weitere Informationen zum Kulturpfad Bühren unter: www.buehren.de