Plattdüütschet

Taxi-Cheld

Hewett Sa Kindere? Döchtere? Nee? Denn danket se man den laven Chott.
Dütt hett seck be ösek taudroagen: Imke, miene Dochter, wolle metten Flaajer von Berlin noa Montpellier. Is ja an un fur seck nitz cheegen te seggen. Ober, doatau mosste öt obands mettn Zuche von Chöttingen no Berlin, un denn doa ane Nacht sloapen. Minsche, dachte eck, dat arme Meeken, nachts in Berlin, un denn von Boahnhowe bett noa dä Owernachtunge, un denn dä veelen Spitzbuben an Alex un inne U-Boahn! Nee, datt chaat choarnich. Also eck mien Portemonnaie herlanget un chaff öhr 50 €. „Heje, dütt is fur diene Riese, nümm deck doafur nen Taxi von Boahnhowe bett tau dien Hotel.“
„Oh, Mamme, machst deck woll doch noch Soarjen ümme meck? Brukeste ober nich.“ Un schwupps hätt et seck den Schien innesteeken. Nächsten Dach hewwe eck dann ne Watt-is-nu-all-wiawhatsapp krejen, daor inne nen Foto von Imkes Feuten un düssen Text:

sprechblase

Eck waat nich, erjend watt löppet schaaf met mienen pädagogischen Jeschicke.

joe Meta

Chloake, August 2018
(Gudrun Stutz, Gladebeck)


So sproaken iuse Vorröllern un sea häbbe eck de Sproake e`lehrt

Uppeschrieb`n von Loni Meinecke Iut Ackenhiusen beu Ganderssen

Düsse aule Sprake is innen 2.Weltkreuge vonner Regierunge aff`e schaffet, weil man neumutsch seun solle, unn de Luie hauchduitsch spreken solln. De Sproake hätt seck aber dur aule Lui`e doch noch weuer erhauln. Huite gifft ett aber nich mehr viele Minschen, de plattduitsch spreket. Dafur worrt dat Plattduitschforum 18.1.2017 fur iuse Region jegrünnet, wu eck mie beu sinn.De Sprake sall ass Kulturgut wie`r ann de Luie weuer gieben wern.

Eck sinn tea der Sproake kumen, weil meun Vader un de Grautöllern platt spruken häbbet. Eck häbbe se in Sloape lehrt beu düssen boaden Vorröllern, un datt was sea:

In den Hiuse, in den eck jebuhren sin, worre plattduitsch spruken. Eck was datt ierste Enkelkind un moine Grautöllern häbbet meck ganz schoine vergöttert. Meun erstet Bedde was en iutepolsterten Waschkorf, un later datt twaate Bedde ne iutepolsterte graute Slachtemolle. Datt stund jümmer inner Slapkaamern vur den Ehebedden anner Erde. Eck konne niernd runderpurzeln. De Luie in Dörpe frogten meck: Loni, wo schläfst du denne bei Oma und Opa? Meune Antwurt: „Im Feinetrog“. Alle häbbet lachet, eck wusste nich, wurümme.

En betten grötter, kamm eck upp de Beseukerritze inne Ehebedden von Oma un Opa. Denne lehre eck et spreken.Beide Grauteöllern spreken plattduitsch. Morjens Klocke veijere wörn se wach un vertellen seck, watt gistern was nu huite moaket wern solle un mosste. Klocke foiwe word upp stahn weil de Swoine quoiken un de Ziejen meckern un wolln Futter hem. Auk de Heuner kreichten Futter un wörrn riuterlaten. Wenn eck niu watt verstahn wolle, mosste eck all henhührn, süst wörre eck ja dumm eblieb`n. Eck wolle allet verstahn, wenn de Grautmudder tea meck sägt hätt:“ Kumm upp moine Slippe, diu lütjet Purtchehupp,“ watt eck denne te moaken harre. Eck häbbe allet verstahn.

Wenn de beiden niu glöwten, dat eck sloape, denne harrn se seck örret. Eck hebbe allet verstahn. Sea was et in Ackenhiusen. Denne kam eck na Harrjehiusen. Moin Vader un de Grautevader da in Hiuse spreken auck beide plattduitsch, eck konne allet verstahn, hebbe de Sprake in Ackenhiusen ja in Sloape lehrt. Et gaff so lütje Unnerschiede, watt in Ackenhiusen en Korf un ne Porten was, was in Harjehiusen en Karf un ne Parten. Düsse lütjen Unnerschiede gaff et von Dörp tea Dörp.

1997 gung eck mie moinen Vader inne plattduitsche Gruppe in Harrjehiusen, und niu konne eck auck plattduitsch spreken. Huite sinn eck inner plattdiutschen Gruppe vonner KVHS in Ganderssen, befate meck mie Schreuben auk, mie lütjen aulen Jeschichten fur de Zeitunge.

Loni Meinecke aus Ackenhausen, Bad Gandersheim